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Kein Logo verfügbar... ÜBER JURY UND ENTSCHEIDUNGSFINDUNG DER KRIMIWELT-BESTENLISTE

Die Jury der KrimiWelt-Bestenliste besteht aus 18 Kritikerinnen und Kritikern, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz über Kriminalliteratur berichten. Einmal im Monat benennt jedes Mitglied vier aktuelle Kriminalromane, denen es viele Leser wünscht und bewertet sie mit 7, 5, 3 oder 1 Punkten. Neben der Gesamtpunktzahl pro Titel wird berücksichtigt, wieviele Kritiker in einer Abstimmungsrunde für dasselbe Buch votiert haben. Jeder Kritiker darf insgesamt drei mal für ein von ihm favorisiertes Buch stimmen. Voten für Bücher, an deren Produktion oder kommerzieller Verbreitung der Kritiker beteiligt ist, sind ausgeschlossen. Zwischen Kriminalromanen in der Originalsprache Deutsch und Übersetzungen wird kein Unterschied gemacht.

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Platz 1 Platz 1: Martin Cruz Smith: Stalins Geist

Martin Cruz Smith: Stalins Geist

Moskau/Twer: Wahlkampf. In der Metro ward er gesichtet, in Twer soll er gar auf dem Felde erscheinen: Stalin. Unter Väterchen Putin sammeln sich derweil die nationalen Kräfte: Kriegsverbrecher, amerikanische Wahlkampfberater, Auftragskiller. Nur Arkadi Renko hält stand. Ein (Alb-)Traum von Politthriller.


Platz 2 Platz 2: Robert Littell: Die Söhne Abrahams
Robert Littell: Die Söhne Abrahams
Heilige Stadt Jerusalem: Der fundamentalistische Rabbi Apfulbaum wird entführt vom islamistischen Doktor Al-Shaat. Im Wettlauf zwischen Geheimdiensten und Entführer siegt die Logik des Wahns. Warum gibt es keinen Frieden in Nahost? Faszinierendes Gedankenspiel von Robert Littell, dem Vater Jonathans.

Platz 3 Platz 3: Peter Temple: Shooting Star
Peter Temple: Shooting Star
Melbourne: Anne Carson, 15, ist gekidnappt. Das Ziel der Entführer: Demütigung der Carsons. Sie sind die „Kennedys Australiens“. Frank Calder vermittelt zwischen den Fronten, bis ihm die Galle kocht. Im gnadenlosen Familienkrieg hat keiner eine Chance. Temples Australien: verseucht von Hass und Gier.

Platz 4 Platz 4: Arimasa Osawa: Der Hai von Shinjuku — Rache auf Chinesisch
Arimasa Osawa: Der Hai von Shinjuku — Rache auf Chinesisch
Tokyo, Shinjuku: Oberkommissar Samejima, der „Hai“ des Banken- und Vergnügungsviertels Shinjuku, im Wettlauf mit einem Berufskiller aus Taiwan. Der will sich an seinem in die Arme der Yakuza gelüchteten Auftraggeber rächen. Fesselnder Polizeiroman mit präzisen Einblicken in die japanische Verbrecherwelt.

Platz 5 Platz 5: Gianrico Caroiglio: Das Gesetz der Ehre
Gianrico Caroiglio: Das Gesetz der Ehre
Bari: Avvocato Guido Guerrieri im Zwiespalt zwischen Lust und Plicht. Endlich kann er, darf er Rache nehmen: Hillos liegt ein Jugendfeind in seinen Verteidigerhänden — und die eurasische Gattin noch dazu! Der selbsternannte „Perry Mason Apuliens“ windet sich delikat.

Platz 6 Platz 6: Tom Rob Smith: Kind 44
Tom Rob Smith: Kind 44
Moskau/Wualsk/Rostow: 1953, vor und nach dem Tode Stalins. Was im Sozialismus nicht sein darf, ist Staatsgeheimnis. Als Leo Demidow, MGB-Ofizier, die Spur eines Kinder ausweidenden Serienmörders verfolgt, wird er degradiert, in Stalins Alltagshölle verstoßen: Bespitzelung, Angst, Mord. Faszinierend.

Platz 7 Platz 7: Åke Edwardson: Rotes Meer
Åke Edwardson: Rotes Meer
Göteborg: Ein Meer aus Blut, vier Leichen ohne Gesicht. Sehr geduldig ermitteln die Göteborger Polizisten um Erik Winter unter Immigranten, die nicht sprechen, die kein Schwedisch können, die nicht sprechen wollen und die lügen. Die Polizei ist fremd im eigenen Land.

Platz 8 Platz 8: Xavier-Marie Bonnot: Der große Jäger
Xavier-Marie Bonnot: Der große Jäger
Marseille: Frauen verschwinden, tauchen zerstückelt wieder auf. Opfer eines Kannibalen? Aus der Steinzeit? Steinmesser, Archäologen, eine Höhle unter dem Meeresspiegel. Michel de Palma, der „Baron“, rätselt. Mord, Magie? Oder eine verluchte Familie? Viele Fragezeichen.

Platz 9 Platz 9: Linus Reichlin: Die Sehnsucht der Atome
Linus Reichlin: Die Sehnsucht der Atome
Brügge/Arizona/Mexiko: Ein amerikanischer Tourist stirbt ohne erklärbare Ursache. Kommissar Jensen sucht die verwaisten Kinder. Der Hobby-Philosoph und eine blinde Begleiterin geraten an die Grenzen des Wahrscheinlichen. Hintersinnig-rafiniertes Debüt: Spannung aus dem Reich der Quantenphysik.

Platz 10 Platz 10: Jean-Christophe Ruin: 100 Stunden
Jean-Christophe Ruin: 100 Stunden
Die Welt: Einbruch in biogenetisches Labor in Wroclaw löst Wettlauf zwischen Ökoterroristen und privatem Geheimdienst aus. Die Erde soll um 6 Mrd. Menschen bereinigt werden. Thesenroman des Goncourt-Preisträgers, Botschafters und Arztes zur Überbevölkerung.

Quelle: DIE WELT, ARTE und NordwestRadio · Letzte Aktualisierung: 06.03.2008 · Alle Angaben ohne Gewähr.


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