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ÜBER JURY UND ENTSCHEIDUNGSFINDUNG DER KRIMIWELT-BESTENLISTE
Die Jury der KrimiWelt-Bestenliste besteht aus 18 Kritikerinnen und Kritikern, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz über Kriminalliteratur berichten. Einmal im Monat benennt jedes Mitglied vier aktuelle Kriminalromane, denen es viele Leser wünscht und bewertet sie mit 7, 5, 3 oder 1 Punkten. Neben der Gesamtpunktzahl pro Titel wird berücksichtigt, wieviele Kritiker in einer Abstimmungsrunde für dasselbe Buch votiert haben. Jeder Kritiker darf insgesamt drei mal für ein von ihm favorisiertes Buch stimmen. Voten für Bücher, an deren Produktion oder kommerzieller Verbreitung der Kritiker beteiligt ist, sind ausgeschlossen. Zwischen Kriminalromanen in der Originalsprache Deutsch und Übersetzungen wird kein Unterschied gemacht.
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Pooley, Massachusetts: Parker ist auf der Flucht. Ein Einheimischer nimmt ihn unter die Fittiche. Er braucht den Fach- mann, um seine Ex-Arbeitgeber zu berauben. Groteske Profi- und-Amateur-Geschichte. Comeback von Altmeister Stark mit einem der coolsten Verbrecher der Krimigeschichte. Jubel.
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Jenny Siler: Portugiesische Eröffnung
Lissabon/Beirut: Nach sechs Jahren Knast bevorzugt Fälscherin Nicole Blake die sichere Seite. Bis sie doch für die CIA in Lissabon ihren früheren Geliebten sucht und im Malstrom landet. Geheimdienstoperationen und Privatvendetta. Überleben im Weltbürgerkrieg: davon erzählt Siler. Einsame Klasse.
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Heinrich Steinfest: Mariaschwarz
Hiltroff/Wien/Mailand: Vor drei Jahren wurde Töchterchen Clara entführt. In Hiltroff, im marienschwarzen See, liegt die Zeugin der Entführung, skelettiert. Vinzent Olander, trauernder Vater, und Chefinspektor Lukastik suchen ein Kind - und finden Löcher im Universum. Krimi wunderbar. POW!
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Andrew Vachss: Der Fahrer
Irgendwo in den USA: Eddie versteht viel von Autos und wenig von Menschen. Mechanisch lernt er: Mund halten, reagieren. Bis er J.C. trifft, sein großes Idol. Und Vonda, dessen Frau. Da steigt der Coup. Eine traurige Geschichte vom Jungen, der zu schlicht für diese Welt war. Der alte Vachss mit sanften Tönen.
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Leonardo Padura: Der Nebel von gestern
Havanna: Mario Conde, Antiquar, stößt in einer Privatbibliothek auf das Bild einer Bolero-Sängerin. Die Königin der Nacht verzauberte die Männer und verschwand 1961. Der Ex-Polizist sucht Spuren und Zeugen — eine Reise durch fünfzig Jahre Kuba. Padura: melancholischer, faszinierender denn je.
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Deon Meyer: Weißer Schatten
Kapstadt/Lowveld: Als Emma le Roux ihren toten Bruder auf einem Fahndungsfoto im TV zu erkennen glaubt, macht sie sich auf die Suche, beschützt von Bodyguard Lemmer. Eine abenteuerliche Recherche durch Südafrikas Wildnis, Gesellschaft und Geschichte. Großartig, epischer Atem. Meyer wird immer besser.
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John Harvey: Schlaf nicht zu lange
Nottingham: Nur ein Freundschaftsdienst. Ex-Inspektor Frank Elder sucht nach einer verschwundenen Bekannten. Und stößt auf die Muster seines ersten ungelösten Falls. Zwei Frauen erwürgt, aufgebahrt. Bei Harvey, dem großen britischen Erzähler, verstehen wir: Tod ist Elend. Und Leben? Sehnsucht.
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Tana French: Grabesgrün
Knocknaree bei Dublin: 1984 sind zwei Kinder im Wald verschwunden, Ryan überlebte geschockt. 20 Jahre später wird an gleicher Stelle ein Mädchen ermordet. Ryan, inzwischen Detective, ist immer noch ahnungdslos. Kollegin Cassie kann nicht helfen: Der Wald ist grabesgrün. Überbordend fabulierendes Debüt.
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Rex Miller: Fettsack
Chicago: Er stinkt. Er frisst Menschenherzen, haust in der Kloake und ahnt jede Gefahr. Fettsack Bunkowski, 500 Pfund, ist der Überkannibale unter den Serienkillern. Neu übersetzt. Und für super befunden. 1987 erstgeschrieben: Die Horrorfresse der USA ist Fettsack, home made. Miller heavy
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Hakan Nesser: Eine ganz andere Geschichte
Mousterlin, Bretagne/Kymlinge: Plane Erik Bergmann umzubringen. Üble Urlaubspost für Inspektor Barbarotti. Er weiß nicht, was der Leser weiß. Aus einer Zufallsbegegnung in der Bretagne ist eine Mordserie in Mittelschweden geworden. Vertraue nie einem Autor — natürlich sagt Fuchs Nesser das nicht selber.
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